Gewalt in der Partnerschaft


Was ist das?
Gewalt in der Partnerschaft findet überwiegend im vermeintlichen Schutzraum der eigenen vier Wände statt.
Gewalt durch Beziehungspartner, ehemalige Beziehungspartner oder andere Menschen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, wird auch als häusliche Gewalt bezeichnet. Dabei muss der konkrete Tatort nicht immer die eigene Wohnung sein, auch wenn ein Partner seine (Ex-)Frau auf der Straße bedroht oder wenn er in einer anderen Wohnung lebt, wird diese Gewalt als häusliche Gewalt bezeichnet.

Gewalt in der Partnerschaft wird fast ausschließlich von Männern ausgeübt. Häufig ist sie kein einmaliges Ereignis, sondern tritt in einer Beziehung oder Ex-Partnerschaft immer wieder auf und kann sich im Laufe der Zeit auch verschlimmern. Meistens wendet der Täter nicht nur eine Form der Gewalt an.
Dazu gehören:

  • Drohungen
  • Erniedrigungen
  • sozial isoliert werden
  • Schlagen, Treten
  • mit Gegenständen werfen
  • Erzwingen sexueller Handlungen
  • und vieles mehr


Das gewalttätige Verhalten wird häufig bewusst oder unbewusst als Mittel zur Ausübung von Macht und Kontrolle eingesetzt. Gewalt gegen Frauen findet weltweit statt. Frauen aus allen sozialen Schichten, mit unterschiedlichem Einkommen und Bildungsstand und jeder Herkunft können betroffen sein.

Von Gewalt betroffene Frauen fühlen sich oft allein gelassen und schämen sich für das, was ihnen angetan wird. Neben der Angst vor dem Partner, der Sorge um die Kinder oder über das "Gerede" der Nachbarn, Verwandten, Arbeitskollegen kommt häufig noch das Gefühl von Schuld und Ohnmacht hinzu. Andauernde häusliche Gewalt zwingt Betroffene zu einem Leben in ständiger Angst vor dem nächsten, unkalkulierbaren Gewaltausbruch.

Die bundesdeutsche Repräsentativuntersuchung zu Gewalt gegen Frauen hat ergeben, dass rund 25% aller in Deutschland lebenden Frauen körperliche oder sexualisierte Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt haben.

Gewalt gegen Kinder fällt nicht unter den Begriff der häuslichen Gewalt. Kinder sind jedoch häufig direkt oder indirekt von häuslicher Gewalt gegen die Mutter mitbetroffen. Sie sollten eigenständige Unterstützung erhalten.