13.04.2018


Solidaritätsbekundung des Landesverbandes Frauenberatung Schleswig-Holstein (LFSH)

Sehr geehrte Vorstandsfrauen des Frauennotruf Lübeck,

liebe Frauen des Teams Frauennotruf Lübeck,

aufmerksam verfolgen wir als Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein die Geschehnisse in Lübeck rund um die Vorwürfe gegen Detlef Hardt. Nicht entgangen ist uns der mediale und behördliche Druc, der in diesem Zusammenhang auf den Frauennotruf Lübeck ausgeübt wird und als LFSH möchten wir Ihnen und Euch mit diesem Schreiben unsere uneingeschränkte Solidarität und unsere Unterstützung für die folgenden Prozesse zusichern.

Das Vorgehen des Teams im Zusammenhang mit den Beschwerden über den Weißen Ring zeugt aus unserer Sicht von hoher Fachlichkeit und einem großen Engagement der Kolleginnen. Als Einrichtung mit ehrenamtlichen Vorstandsfrauen ist es sicher nicht immer einfach, dem öffentlichen, politischen und behördlichen Druck standzuhalten. Wir möchten Sie und Euch ermutigen, weiterhin an den Prinzipien einer feministischen, vertraulichen Einrichtung festzuhalten. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, sollten Sie persönliche, öffentliche, politische, mediale, juristische Unterstützung benötigen. Mit unseren Netzwerken stehen wir an Ihrer / Eurer Seite.

  

03.04.2018


Veröffentlichung von Leser*innenbriefen

In den vergangenen Wochen und Tagen erreichten uns viele solidarische Grüße von Unterstützer*innen, für die wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken!

Des Weiteren erhielten wir einige Leser*innenbriefe, die an die Lübecker Nachrichten geschickt, jedoch nicht abgedruckt wurden. Lediglich ein Leser*innenbrief wurde in der vergangenen Wochenendausgabe der LN in sehr gekürzter Form abgedruckt. An dieser Stelle veröffentlichen wir alle Briefe, die uns zur Kenntnis geschickt wurden, in vollem Umfang:

Leser*innenbriefe 18.03._27.03._28.03.

Leserinnenbrief 23.03.

Leserinnenbrief 27.03.

Viele offene Fragen 28.03.

Leserinnenbrief 29.03.

 

 

27.03.2018


Stellungnahme des Frauennotrufs zur Berichterstattung der Lübecker Nachrichtenund des Spiegels vom 24.03.2018

Der Frauennotruf steht zu seiner Schweigepflicht

Ein weiteres Mal haben die LN und der Spiegel am vergangenen Samstag im Rahmen der Berichterstattung zu den Vorwürfen gegen den Weißen Ring die professionelle Arbeitsweise des Frauennotrufs Lübeck im Kontext der Beratung von Klientinnen massiv in Frage gestellt.

Der Frauennotruf bezieht auch diese Mal keinerlei Stellung zu Beratungsverläufen, da wir die Schweigepflicht als höchstes Gut unserer Beratungsarbeit betrachten.

Wir haben Sorge, dass die Darstellung des Frauennotrufs in den Medien dazu führen könnte, dass Frauen und Mädchen verunsichert werden und das Vertrauen in den Frauennotruf verlieren könnten. Deshalb möchten wir unseren Arbeitsansatz im Folgenden nochmals darstellen:

  • Die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht.
  • Die Beratung findet auf Wunsch anonym statt.
  • Nichts geschieht über den Kopf der Ratsuchenden hinweg.
  • Die Beratung dient der Information, der Stärkung und der Stabilisierung der Betroffenen.
  • Die Beratung ist kostenfrei und als Krisenintervention zeitnah möglich.
  • Wir raten weder zu noch gegen eine Anzeige. Zur Klärung juristischer Fragen verweisen wir auf rechtsanwaltliche Beratung. Der Frauennotruf führt keine Rechtsberatung durch.
  • Der Frauennotruf hat nicht die Pflicht, Anzeige zu erstatten, wenn er von einer Straftat erfährt.

In den vergangenen Tagen haben Vertreter*innen zahlreicher Facheinrichtungen, Institutionen und Behörden dem Frauennotruf ihr Vertrauen ausgesprochen und bekundet, dass sie keinen Zweifel an unserer professionellen Arbeitsweise haben. Dafür möchten wir uns sehr bedanken.

Am 14.05.2018 von 14:00-16:00 Uhr lädt der Frauennotruf herzlich zu einem Tag der offenen Tür zum Kennenlernen der Beratungsstelle in der Musterbahn 3, 23552 Lübeck, ein.

Frauennotruf Lübeck, 27.03.2018

  

22.03.2018


Pressemitteilung des bff

Qualitätsmerkmal: Vertrauliche Beratung und Unterstützung

Frauennotrufe bieten professionelle Hilfe bei sexualisierter Gewalt

Angesichts der Diffamierung der Arbeit des Frauennotrufs Lübeck in einigen Presseartikeln hat der Dachverband der Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen, der bff, eine Pressemitteilung herausgegeben.

  

20.03.2018


Gegendarstellung des Frauennotruf e.V. zum LN-Artikel "Opferhelfer unter Verdacht" vom 17.03.2018

Der Frauennotruf Lübeck begrüßt ausdrücklich, dass die Presse die Vorwürfe gegen den ehemaligen Außenstellendienstleiter des Weißen Rings, Herrn H., aufgreift.

Aus unserer Sicht ist jedoch eine Richtigstellung verschiedener Sachverhalte erforderlich.

In dem vorliegenden Artikel der LN wird der Anschein erweckt, der Frauennotruf hätte mit dem WR zusammengearbeitet und sich am Nichthandeln und Verschleiern beteiligt. Dies weisen wir auf das Schärfste zurück. Seit einem Konflikt um eine umstrittende Ausstellung des WR in Lübeck 2010 gab es keine Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene und weder private noch berufliche Verbindungen.

Auf unsere Initiative hin kam es 2012 zu einem konfrontierenden Gespräch mit Herrn H.. Hintergrund war, dass mehrere Klientinnen von grenzverletzendem Verhalten berichtet hatten. Die Beschwerden wurden von uns sehr ernst genommen. Das Gespräch wurde im Einverständnis mit den Betroffenen und zu ihrem Schutz in anonymisierter Form geführt. Aus unserer Sicht, mit dem damaligen Wissen, war das Gespräch ein erster angemessener Schritt zu handeln und Herrn H. direkt aufzufordern, sein unangemessenes Verhalten zu unterlassen. Über dieses Gespräch wurde die Polizei in Lübeck informiert.

Wir bedauern sehr, dass Frau M. sich nicht ausreichend unterstützt gefühlt hat. Zu den von Frau M. erhobenen Vorhaltungen gegen den Frauennotruf, die sich auf den Zeitraum ab November 2016 beziehen, können wir aufgrund unserer Schweigepflicht keine Stellung beziehen.

Der Grundsatz der Schweigepflicht ist für die Beratungsarbeit elementar. Der Frauennotruf arbeitet nach bundesweiten ethischen Standards, die u.a. zusichern, dass die Anonymität der Frauen gewahrt bleibt und dass nichts über den Kopf hinweg veranlasst und an Dritte weitergegeben wird. Darauf müssen sich die Frauen verlassen können. Grundsätzlich erteilen wir deshalb zu keinerlei Beratungsinhalten, Beratungsverläufen oder rechtsanwaltlichen Mandantschaftsverhältnissen unsere Klientinnen betreffend Auskunft und geben keinerlei Stellungnahme ab.

Im weiteren Verlauf verfasste der Frauennotruf 2018 einen Beschwerdebrief an den Landes- und Bundesvorstand des WR mit den Forderungen nach einer klaren Benennung der Hintergründe für die Amtsniederlegung von Herrn H. sowie der Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle. Auf diesen Beschwerdebrief reagierte der Verband zeitnah mit der Einrichtung einer Beschwerdestelle.

Katrin Molge (Vorstand Frauennotruf Lübeck e.V.)

  

09.11.2017


"... an die Nadeln - fertig - los!"                                                                  Frauennotruf startet die Kampagne "Stri(c)kt gegen Gewalt"

Bei der Mitmachkampagne brauchen wir die Hilfe von möglichst vielen Lübecker Bürger*innen, die Lust haben, für uns und als Zeichen gegen Gewalt an Frauen Quadrate im Format 20x20cm zu stricken.

Die Quadrate sollen zu Strickwaren wie z.B. Decken, Kissenbezügen, Ponchos, Taschen u. a. verarbeitet werden. Höhepunkt der Kampagne ist die Versteigerung der Strickwaren im November 2018. Der Erlös kommt der Anti-Gewalt-Arbeit des Frauennotrufs zugute.

Die Kampagne startet im November 2017 und endet ein Jahr später im November 2018.

Bis dahin sind verschiedene Aktionen geplant, darunter ein Strick-Café am 16.11.2017 von 14-16 Uhr im Frauennotruf in Lübeck.

 

Die Kampagne wird vom Frauennotruf Lübeck sowie dem Frauenbüro und den Lübecker Frauen- und Sozialverbänden umgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Infomaterialien auf türkisch und arabisch

Liste: Sammelstellen Quadrate und Wollspenden

  

30.03.2017


Hanse-Schule spendet dem Frauennotruf 250€

Wir bedanken uns herzlich und freuen uns sehr über die Spende, die wir von Frau Luhm und Frau Zimmer-Kirchhoff überreicht bekamen. Die Spende wurde im Rahmen einer Blutspendeaktion der Schule erwirtschaftet.

"Spenden sind für uns als teilfinanziertes Projekt essentiell" sagt Anne Heynatzky. "Deshalb freuen wir uns umso mehr über die Spende der Hanse-Schule."

  

08.03.2017


Wir sind dabei - Sie auch?!

Lübecker Womens March am 11.03.2017

Am 11.03.2017 um 13 Uhr treffen sich Lübecker Frauen und Männer zum Womens March durch die Lübecker Innenstadt. Treffpunkt ist das Holstentor.

Es handelt sich um einen bunten und friedlichen Protest für Respekt und Gleichberechtigung und gegen Rechtspopulismus, Frauenverachtung und Homophobie. Vorbild für den Lübecker Womens March sind die Demonstrationen, zu denen US-amerikanische Frauen seit der Amtseinführung von Donald Trump als Präsidenten regelmäßig aufrufen.

Weitere Informationen zum Protest finden Sie hier.

Der Protest wird von über 20 regionalen Organisationen unterstützt, die sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben. Die Bündniserklärung finden Sie hier und hier.

 

 

01.01.2017


Das Team vom Frauennotruf Lübeck

wünscht allen ein frohes neues Jahr 2017!

 

  

11.11.2016


Es ist offiziell: NEIN heißt wirklich NEIN

Am 10.11.2016 ist das neue Sexualstrafrecht mit dem Grundsatz "Nein heißt Nein" in Kraft getreten. Bereits im Juli 2016 hatte der Deutsche Bundestag für die Reformierung des Sexualstrafrechtes gestimmt - seit gestern stehen nun offiziell alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe. Das nehmen wir nochmals zum Anlass, um uns im Namen aller Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser um die Unterstützung bei der Durchsetzung dieser so wichtigen Reform zu bedanken!

Hier finden Sie eine Pressemitteilung des LFSH (Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein) und hier den aktuellen Gesetzestext.

  

31.10.2016


Das offene Beratungsangebot auf dem Campus Lübeck findet ab jetzt am 1. und 3. Mittwoch im Monat von 8:30 - 9:30 Uhr statt

Das Angebot richtet sich an Studentinnen und Mitarbeiterinnen der Fachhochschule und der Universität sowie unterstützende Vertrauenspersonen. Wir beraten zu Themen wie sexuelle Belästigung und Gewalt, Belästigung am Arbeitsplatz, Stalking, häusliche Gewalt u.ä. Die Beratung ist vertraulich und kostenfrei und findet an der FH im Mönkhofer Weg 239, Gebäude 36, Raum 0.55 statt.

Kommen Sie gerne spontan vorbei!

  

20.08.2016


Frist für die Beantragung des "Fonds Sexueller Missbrauch" bis auf weiteres aufgehoben

Die Frist für die Beantragung von Hilfeleistungen im Rahmen des Fonds "Sexueller Missbrauch" wurde sowohl für den Bereich der innerfamilialen als auch den Bereich der institutionellen Gewalt bis auf weiteres aufgehoben.

Wenn Sie Hilfeleistungen beantragen wollen, vereinbaren Sie gerne einen Termin bei uns. Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung.

Weitere Informationen zum Fonds "Sexueller Missbrauch" erhalten Sie unter: www.fonds-missbrauch.de

   

23.07.2016


Unterstützung für Helfende zur kompetenten Begleitung von geflüchteten Frauen

Die Arbeit mit geflüchteten Menschen kann sehr bereichernd, aber manchmal auch belastend für Helfer_innen sein, z.B. dann, wenn die Geflüchteten von traumatisierenden Erfahrungen wie Krieg, Folter, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung o.ä. berichten.

Damit Sie als ehrenamtlich oder professionell Tätige die geflüchteten Frauen kompetent unterstützen können, kommt dem Aspekt der Selbstfürsorge eine wichtige Bedeutung zu.

Lesen Sie dazu im Bereich Download unsere Handreichungen für die Arbeit mit geflüchteten Frauen oder entlasten Sie sich in einem Gespräch mit einer unserer Beraterinnen.

  

08.07.2016


Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben!

Am 07.07.2016 hat der Deutsche Bundestag einstimmig die Reformierung des Sexualstrafrechtes, welche auf dem Grundsatz "NEIN heißt NEIN" fußt, beschlossen. Künftig sollen alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe stehen.

Wir werten die Reformierung des Sexualstrafrechtes als einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung, nämlich die Verantwortung für sexuelle Straftaten eindeutig auf Seiten der Täter_innen zu verorten und für eine Entlastung der Betroffenen zu sorgen.

  

2016


Schlichtungsstelle für schwierige Beratungskontakte

Beim Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) gibt es eine Schlichtungsstelle, die Besucher_innen von Beratungsstellen kontaktieren können, wenn sie...

  • ... den Eindruck haben, in der Beratung nicht ernst genommen zu werden.

  • ... das Gefühl haben, schlecht behandelt worden zu sein.

  • ... einen Konflikt mit ihrer Beraterin haben, der sich nicht lösen lässt.

     

Kontakt

Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Schlichtungsstelle

Petersburger Straße 94

10247 Berlin

Mail: schlichtungsstelle(at)bv-bff.de

Fax: 030 32299501